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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 1.374 mal aufgerufen
 Städte im Mittelalter
Bruno von Merseburg Offline



Beiträge: 1.554

14.09.2008 00:32
RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Strafen im Mittelalter

Quelle:YouToube

(unten gibt es den kompletten Bericht)



Was passiert wenn in der mittelalterlichen Stadt ein Mord oder andere Verbrechen geschehen? Kann man ihn fassen, so wird dieser von den sogenannten Bütteln abgeführt und erst einmal in den Kerker gesperrt. Dann kommt der Vorfall vor das städtische Gericht, welches die Ratsherren bilden und den Vorsitz hat der Bürgermeister. Das Urteil wird von den Bürgern der Stadt ( den sogenannten Schöffen ) mitbestimmt.Ein Richter leitet den Prozess,von einem Gerichtsschreiber wird die Gerichtsverhandlung protokolliert. Um zu einem Urteil und Strafmass zu gelangen, lässt das Gericht sich die Aussagen des Täters nochmal in aller öffentlichkeit vorlesen. Die Strafen des Mittelalters sind vorallem "Körperstrafen"

[Code=code]Eine Körperstrafe ist eine Strafe, die körperlich erfahrbar ist und meist in der Form von Schlägen mit der Hand oder einem Gegenstand (oft dementsprechend benannt, z. B. Auspeitschen, Stockschläge) verabreicht wird; dies wird dann auch als körperliche Züchtigung oder Prügelstrafe bezeichnet. Der ältere Ausdruck Leibesstrafen umfasste auch das Abschlagen von Gliedmaßen (besonders Händen, Ohren, Nase), das Brandmarken, das Stäupen, das Abscheren von Haar (bei Frauen) und Bart (bei Männern), das öffentliche Anprangern (z. B. das öffentliche Schließen in den Block) usw.[/Code][n5]Körperstrafe[/n5]
Am Pranger wird der Täter mit Kopf und Händen festgemacht und damit zur Schau gestellt. Ein Mörder wird gerädert wobei ihm nach und nach alle Knochen gebrochen werden. Anschliessend wird die Leiche auf das Rad gebunden und aufgestellt. Eine weitere Körperstrafe ist die Wippe, wobei der Täter mit Gewichten an den Füßen nach oben gezogen wird um dann ruckartig wieder fallen gelassen wird. Dabei werden all seine Gelenke ausgerengt. Die Todesstrafe ist rechtmäßig und in aller öffentlichkeit vollstreckt, sollte sie nachahmer abschrecken. Es gab auch strafen bei den denen z.Bsp.zwei Ehebrecher gepfählt oder zwei Falschmünzer in Öl gesotten wurden. Frauen die ihre Kinder ausgesetzt haben, Gotteslästerer und Diebe wurden ertränkt. Man wurde auch für mehrfachen Diebstahl oder andere Vergehen am Galgen aufgehängt oder öffentlich enthauptet.Selten kam aber auch der Übeltäter mit einem Schrecken davon indem er sich mit dem Geschädigten per Handschlag einigte.

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Axander ( gelöscht )
Beiträge:

14.09.2008 14:57
#2 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

enthauptungen kamen aber im einfachen volk nie vor, weil es eine "Ehrenstrafe" war, also eine Ehre für den geküpften auf diese weise zu sterben.
So wurden nur adelige hingerichtet, ihr werdet es nicht glauben, aber es wurde sogar einmal ein König geköpft, warum genau weiß ich auch nicht mehr, aber es war so.

Bruno von Merseburg Offline



Beiträge: 1.554

14.09.2008 18:43
#3 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Zitat
Gepostet von Axander
enthauptungen kamen aber im einfachen volk nie vor, weil es eine "Ehrenstrafe" war, also eine Ehre für den geküpften auf diese weise zu sterben.
So wurden nur adelige hingerichtet, ihr werdet es nicht glauben, aber es wurde sogar einmal ein König geköpft, warum genau weiß ich auch nicht mehr, aber es war so.



Ja da magst du recht haben, doch es gab auch ausnahmen, wo es auch den einfachen Bürger getroffen hat. Wie oben erwähnt,z.Bsp. bei mehrfachtätern usw. Aber in der Regel galt das enthaupten als Privileg der Adligen Herren und Damen.

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Axander ( gelöscht )
Beiträge:

15.09.2008 09:02
#4 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Das find ich irgentwie komisch. ein Privileg? der Tod als starfe ist der tod als Strafe und nix anderes, also ist es doch eigetnlich egal wie ich sterbe, oder?

Bruno von Merseburg Offline



Beiträge: 1.554

15.09.2008 09:10
#5 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

das denke ich nicht, das es im Mittelalter egal war wie man stirbt. Viele der Menschen wurden gerädert bis sie tot waren, in Öl gesotten oder gepfählt. Also ich hätte mir dann auch lieber den Kopf abschlagen lassen, geht schnell, man merkt es nicht und ist auf der Stelle tot.

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Axander ( gelöscht )
Beiträge:

15.09.2008 10:51
#6 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

gut, aber köpfen und hängen, das ist beides schnell (wenn mans richtig macht.) Und Rädern, da gab es ja zwei verschiedene Arten von Rädern:
1) von Kopf bis Fuß
es wird beim kopf angefangen und du bist gleich bei der ersten Fahrt Tod, weil dein Kopf zertrümmert wird.
2) vom Fuß bis Kopf.
du wirst von unten nach oben gerädert, das ist schmerzvoll.

Wenn man dich richtig hängt bist du gleich tod, weil dir son Nerv im Hals abreißt.
Richtig:
schlinge um den Hals und Falltür auf.
Falsch:
Schlinge um den Hals und dann nach oben ziehen
=> du wirst erwürgt = langsamer Tod

Also ist köpfen, richtiges hängen und Kopf-Fuß rädern recht schnell vorbei. Da ist doch kein unterschied dann,oder???

Bruno von Merseburg Offline



Beiträge: 1.554

15.09.2008 11:17
#7 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Habe hier mal einen kleinen Beitrag. Der sollte für dich ganz interessant sein. Habe ich oben schon etwas davon aufgeschrieben.

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Sohn des Spessarts Offline




Beiträge: 121

19.09.2008 15:17
#8 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Schönes interessantes Video.
Es gab ja auch den Zweikampf, heißt wer ihn gewann hatte recht, weil Gott auf seiner Seite war.
Ich habe neulich von einem interessanten Fall gelesen. Ich schreibe hier mal einen Original (Nicht Jugendfreien) Auszug aus dem Buch: "ALLTAG IM MITTELALTER, Das Leben in Deutschland vor 1000 Jahren" Seite 184:

"Im Jahre 1127 wurde ein Adliger namens Guy von einem anderen Adeligen namens Hermann beschuldigt, er habe sich des Mordes an einem flämischen Aristokraten schuldig gemacht. Guy leugnete. Das Gericht entschied auf Gottesurteil durch Zweikampf. Die beiden Kontrahenten griffen zu den Waffen. Sie fochten zunächst zu Pferde und dann zu Fuß, bis sie keine verwendbaren Waffen mehr hatten. Nunmehr begaben sie sich in den Ringkampf. Hier konnte Hermann , der Kläger, die Richtigkeit seiner Aussage beweisen: Er riss Guy die Hoden aus, worauf dieser verblutend einen elendiglichen Tod starb."

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Fehler sind wie Berge,
man steht auf dem Gipfel der eigenen
und spricht über die anderen!

Bruno von Merseburg Offline



Beiträge: 1.554

20.09.2008 19:03
#9 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Es gab aber auch noch viele andere unschöne Bestrafungsmethoden, wie zum beispiel das Zu Tode pressen. Diese Art der Folter kam dann zur Anwendung wenn man die Aussage bei Gericht verweigerte!Das zu Tode pressen wurde etwa im 14. Jahrhundert in England eingeführt und erst im 17. Jahrhundert wieder abgeschafft. Wenn ein Verbrecher in England keine Aussage machte und einfach schwieg, konnte er nicht verurteilt werden

Zitat:
Strafe für den Angeklagten wegen Verweigerns einer Aussage vor Gericht

1586 wurde Margaret Clitherow, die Stieftochter des Bürgermeisters von Tollbooth, zum Tode verurteilt. Ihr Verbrechen bestand darin, dass sie ihrem katholischen Glauben nicht abschwor. Als sie das Urteil vernahm, dankte sie Gott dafür. Die Exekution sollte mit pressen bis zum Tod vollzogen werden. Am Morgen des 25. März 1586 wurde sie auf den Richtplatz gebracht. Dort wurde sie auf den Boden gelegt und ihre Hände an hölzerne Pfosten gebunden. Dann schob man ihr einen ballgroßen Stein unter den Rücken. Um 9 Uhr in der Früh wurde die Hinrichtung vollzogen, in dem man ihr 400 Kilo Steine auf ihren zierlichen Körper stellte. Diese brachen ihr die Rippen. Nach 15 Minuten setzte der Tod dem grausamen Spiel ein Ende.
1920 wurde sie als Märtyrerin selig und 1970 von Papst Paul VI heilig gesprochen.

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Moira MacMahoon Offline




Beiträge: 827

20.09.2008 21:41
#10 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Vierteilen mit Pferden oder Ochsen muss auch schrecklich gewesen sein.

Aber ich glaube, bei all diesen extremen Strafen war das Abschreckungsmoment wichtig. Was ich nie verstanden habe, die Leute gingen zur Exekution wie zu einem Volksfest. Mit ihren Kindern. Das finde ich wirklich grausam.

Lass mir meine Meinung,
dann kann ich dir deine lassen.:008:

Hier wohne ich

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

20.09.2008 21:46
#11 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Zitat
Gepostet von Moira MacMahoon
Vierteilen mit Pferden oder Ochsen muss auch schrecklich gewesen sein.

Aber ich glaube, bei all diesen extremen Strafen war das Abschreckungsmoment wichtig. Was ich nie verstanden habe, die Leute gingen zur Exekution wie zu einem Volksfest. Mit ihren Kindern. Das finde ich wirklich grausam.



Moira, dazu muss man sagen das es für die Leute früher ,eine gerechte Strafe war und das grösste Highlight was man sich vorstellen konnte. Heute gehen die Leute auf ein Konzert und früher ging man zur Exikution. Aber war es wirklich abschreckend für die Leute im Mittelalter?

Axander ( gelöscht )
Beiträge:

21.09.2008 10:45
#12 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Warscheinlich nicht, weil es ja immer wieder Leute getan haben und so immer wieder welche exekutiert wurden.

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

21.09.2008 12:19
#13 RE: Strafen im Mittelalter - kleiner Bericht!! antworten

Im Europa des Mittelalters kamen große Machtkonflikte durch die vielen Machthaber auf, die das Feudalsystem hervorbrachte. So hatten auch viele die Macht, über Bestrafungen zu verfügen, selbst wenn es um Verbrechen wie Mord ging. Hingerichtet wurde damals durch Köpfen, Hängen, Ertränken und Folterung bis zum Tode.

Lange Zeit wurden in Europa Menschen aufgrund der von ihnen vertretenen Meinung hingerichtet. Die Fusion von politischer und religiöser Macht war während mehrerer Jahrhundert Grund dafür, dass Menschen zum Tode verurteilt wurden, die sich kritisch gegenüber der Kirche äußerten, das traf auch besonders Wissenschaftler. Die Zeit der Inquisition ist hier besonders hervorzuheben.

In Frankreich wurde je nach sozialer Klasse verschieden hingerichtet. Der einfache Bürger wurde gehängt, die Guillotine war den Reichen vorbehalten. Hinzu kam eine Unterscheidung nach der Schwere und Art der Tat. Das Rad kam bei schwersten Verbrechen zum Einsatz, Verbrennen bei religiösen "Verbrechen" und Vierteilung bei Verbrechen gegen den Staat. Während der Französischen Revolution wurde die Guillotine als einzige Hinrichtungsmethode für alle beibehalten.

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