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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 243 mal aufgerufen
 Gewandungen
Zaunrübe Offline



Beiträge: 40

10.09.2009 11:21
RE: Gewandung eines Bauern 12.Jh. antworten

Da ich ja nun sehr viel mit meinem Garten usw. zugange bin lag der Gedanke einer passenden Gewandung eines einfachen Landbewohners nahe.

Ich bin gerade dabei dies vorzubereiten, durchforste Quellen und mache mir Gedanken wie ich es umsetzen möchte.

Momentaner Stand ist, ich dachte an eine einfache Wolltunika, Bruche/Beinlinge, einfacher Gürtel, Cappa. Sowie das Unterhemd aus Nessel.

Ich habe hier einen Wollstoff welcher gefärbt ist mit Walnuss. Den habe ich für evtl. im Auge für Tunika und Beinlinge.

Einen Stoffhändler wo ich echten Nessel (aus Brennessel) beziehen kann habe ich auch schon aufgetan.

Vielleicht hat ja sonst wer noch Ideen dazu.

Sohn des Spessarts Offline




Beiträge: 121

10.09.2009 17:23
#2 RE: Gewandung eines Bauern 12.Jh. antworten

Ist auch meine Darstellung, weil relativ einfach, da es regional und zeitlich nicht so viele Unterschiede gab. Bruche und Unterhemd sind bei mir allerdings aus Leinen (Naturfarben), Nessel ist aber auch in Ordnung. Aber wahrscheinlich teurer.

Vergiss die allgegenwärtige Bundhaube nicht (aus Leinen), ist zwar nicht hübsch, wurde damals aber nahezu durchgehen getragen (Tag, Nacht sogar in der Kirche!) vor allem von Bauern und Handwerkern.

Schuhe Wendegenäht, Schnitt je nach Zeit.

Gruß Johannes

Fehler sind wie Berge,
man steht auf dem Gipfel der eigenen
und spricht über die anderen!

Zaunrübe Offline



Beiträge: 40

10.09.2009 17:37
#3 RE: Gewandung eines Bauern 12.Jh. antworten

Nessel war halt wohl früher weiter verbreitet bzw. günstiger als Leinen. Da Leinen wohl nicht überall gleich gut im Anbau ist.

Bundhaube klar, hab ich völlig vergessen mit aufzuzählen. Das wichtige Flohmützchen. *g*

SteffenB ( gelöscht )
Beiträge:

11.09.2009 11:27
#4 RE: Gewandung eines Bauern 12.Jh. antworten

Richtig, die Unterschiede in der Bekleidung der Landbevölkerung war wohl auch eher marginal. Mit der Grundausstattung der Klamotte liegst du auch völlig richtig. Die einfache Landbevölkerung trug eben meist Cotten aus erdfarbenen Stoff, wobei eine Walnußfärbung auch richtig ist. Vergleicht man Abb. z.B. den Kalender des Elisabeth-Psalter sieht man auch Bauern bei ihrer Tätigkeit in roten und blauen Cotten, sind aber wie gesagt Abb.
der Jungfrauenspiegel (Ende 12.Jh.) zeigt Bäuerinnen die auch nicht nur ungefärbte bzw. erdfarbene Klamotten tragen

http://www.sacred-destinations.com/germa...photos/1321.JPG
oder
http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...sa%3DN%26um%3D1

Bei Nessel weiß ich jetzt ,ehrlich gesagt, keine gute Antwort, würde aber an deiner Stelle auch ungebleichtes Leinen in Betracht ziehen. Beim Gürtel eventuell mal in Betracht ziehen in wie weit sich ein Bauer einen ledernen Gürtel mit geschmiedeter Schnalle leisten konnte, ob du vielleicht nicht eher mit einem Strick gürtest. Hinweise darauf was ein Bauer tragen darf und was nicht , wieviel Geren er in seine Cotte machen durfte findest du auch bei

"Höfische Kultur" von Bumke

weiter zu empfehlen : B.Purrucker "Hochmittelalterliche Bauernkleidung" sowie den Artikel mal durchlesen:http://www.brandenburg1260.de/tracht-landsasse.pdf

Gruß

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